Cowgirlblues: Von der Farm bis zum Strang
Inhalt:
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Die Geschichte von Cowgirlblues
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Warum Mohair aus Südafrika so besonders ist
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Von der Farm bis zum Strang
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Farben aus Kapstadt
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Handarbeit mit System
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Nachhaltigkeit als Praxis
Die Geschichte von Cowgirlblues
Cowgirlblues begann 2012 in Kapstadt, als Bridget Henderson nach Jahren als Strategieberaterin anfing, selbst nach dem Garn zu suchen, das sie wirklich verwenden wollte. Aus dieser ganz persönlichen Suche wurde ein Handfärbe-Studio in Maitland, in dem bis heute ein Frauenteam arbeitet.
Was als kleine Idee in einer Küche begann, ist heute eine Marke mit klarer Handschrift.
Cowgirlblues steht für südafrikanische Merinowolle und Mohair, für handgefärbte Farben und für ein Studio, das bewusst klein geblieben ist.
Warum Mohair aus Südafrika so besonders ist
Südafrika ist der weltweit größte Mohairproduzent und macht rund die Hälfte der globalen Produktion aus; manche Quellen nennen sogar noch etwas höhere Werte. Die Geschichte des Mohairs in Südafrika beginnt 1838, als Angoraziegen aus der Türkei eingeführt wurden und das trockene Klima im Eastern Cape und in der Karoo sich als ideal erwies.
Genau das macht Mohair aus Südafrika so interessant: Die Faser ist nicht nur ein Rohstoff, sondern Teil einer gewachsenen regionalen Textilgeschichte. Für Cowgirlblues ist das keine Nebensache, sondern der Kern ihrer Arbeit.
Vom Farm bis zum Strang
Cowgirlblues beschreibt seinen Weg ganz schön als Reise von der Farm in der Karoo bis zum fertigen Strang im Shop. Dieser Weg macht sichtbar, wie eng Herkunft, Verarbeitung und Endprodukt miteinander verbunden sind.
Die Wolle und das Mohair kommen aus Südafrika, werden dort gesponnen und in Kapstadt von Hand gefärbt. Dadurch bleibt die Lieferkette vergleichsweise kurz und nachvollziehbar, was in der globalen Textilwelt immer seltener wird.
Farben aus Kapstadt
Ein großer Teil der Faszination von Cowgirlblues liegt in den Farben. Sie sind inspiriert von der Landschaft des Kap, von der besonderen Pflanzenwelt der Cape Floral Kingdom und von dem hellen südafrikanischen Licht, das den Farben eine Leichtigkeit gibt, die man sofort erkennt.
Viele beschreiben die Farben als klar, frisch und lebendig. Genau das passt gut zu Cape Town: ein Ort mit Sonne, Raum und einer sehr eigenen visuellen Sprache, die sich in den Garnen wiederfindet.
Handarbeit mit System
Cowgirlblues ist ein kleines, women-owned und women-run Studio, aber die Arbeit dort folgt einem sehr präzisen System. Jeder Strang wird von Hand gefärbt, und das Team arbeitet mit genauen Rezepten, kontrollierter Temperatur und sorgfältig abgestimmter Wasserchemie.
Besonders bemerkenswert sind die 54 wiederholbaren Farbvarianten. Das heißt: Kundinnen und Kunden können eine Farbe heute kaufen und sie später erneut nachbestellen, mit hoher Wahrscheinlichkeit passend zum ursprünglichen Ton. Gerade in der Handfärbung ist diese Verlässlichkeit ungewöhnlich und zeigt, wie professionell das Studio arbeitet.
Nachhaltigkeit als Praxis
Nachhaltigkeit ist bei Cowgirlblues kein großes Schlagwort, sondern eine Reihe von konkreten Entscheidungen. Das Studio arbeitet mit gesammeltem Regenwasser aus dem eigenen Dach, nutzt 25.000 Liter Speicherkapazität und setzt das Wasser im Färbeprozess ein, wo immer es möglich ist.
Auch Restmaterial bekommt ein zweites Leben: Garnreste werden zu einem einzigartigen, gefilzten Stoff verarbeitet, der für Taschen, Kissen oder Polster verwendet wird. Stoffabfälle von anderen Cape-Town-Manufakturen werden als Futter für Projektbeutel genutzt, und Kunststoffkonen werden an frühkindliche Bildungsprojekte gespendet.
Alle verwendeten Farbstoffe sind AZO-frei und erfüllen europäische Sicherheitsstandards. Das ist nicht nur wichtig für die Umwelt, sondern auch für die Menschen, die täglich mit den Materialien arbeiten.
Ein Studio mit Haltung
Cowgirlblues ist kein großes kommerzielles Unternehmen, sondern ein kleines Studio mit viel Erfahrung, Sorgfalt und einem sehr klaren Blick auf Qualität. Gerade diese Kombination aus handwerklicher Wärme und technischer Verlässlichkeit macht die Marke so besonders.
Auch die Haltung dahinter ist spannend: Weniger Ressourcen werden nicht als Einschränkung verstanden, sondern als Ausgangspunkt für Kreativität. Genau daraus entstehen neue Ideen, neue Produkte und neue Formen des Arbeitens.






